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WhatsApp und Datenschutz - keine gute Kombination?

Hinter Whatsapp steht Facebook. Damit könnten entsprechende Metadaten und Telefonnummern theoretisch aus der WhatsApp Nutzung an die datenhungrige Social Media Plattform wandern, obwohl das offiziell nicht erlaubt ist. Datenschutzrechtlich wird WhatsApp deshalb häufig kritisch betrachtet und nach alternativen Messengern gesucht.

Der Messengerdienst WhatsApp ist äußerst beliebt. 69 % aller deutschen Internetnutzer sollen bereits WhatsApp nutzen. In absoluten Zahlen ausgedrückt handelt es sich dabei um rund 37 Millionen ständiger Anwender des Messengerdienstes allein in Deutschland, weltweit sind es Milliarden von Menschen. Hinter Whatsapp steht Facebook. Damit könnten entsprechende Metadaten und Telefonnummern theoretisch aus der WhatsApp Nutzung an die datenhungrige Social Media Plattform wandern, obwohl das offiziell nicht erlaubt ist. Datenschutzrechtlich wird WhatsApp deshalb häufig kritisch betrachtet und nach alternativen Messengern gesucht.

WhatsApp und Datenschutz - wie ist es darum bestellt?

Datenschutzexperten sehen die Datensammelwut von WhatsApp in Bezug auf Telefonnummern und Metadaten sehr kritisch. Dahinter steht vor allem die Besorgnis, dass es Facebook selbst mit dem Datenschutz nicht immer so genau nimmt, beziehungsweise sich häufig mit europäischen Standards in diesem Bereich auseinandersetzt. Facebook hat insoweit auf Sicherheitsbedenken hinsichtlich des Messengers reagiert und seit einiger Zeit immerhin eine Ende- zu-Ende Verschlüsselung bei WhatsApp eingeführt. Damit sollten die Textnachrichten und Telefonate so geschützt sein, dass diese kein Dritter mitlesen, beziehungsweise mithören kann. Auch können im Bereich der Einstellungen bestimmte datenschutzrechtliche Prioritäten bei WhatsApp gesetzt werden, um sowohl die Datennutzung als auch die Sichtbarkeit für andere Nutzer nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Nach außen hin handelt es sich bei WhatsApp um einen der sichersten Messengerdienste auf globaler Ebene.

Dennoch bleibt vielfach ein ungutes Gefühl. WhatsApp kommt hinsichtlich der Datensicherheit nicht aus den Schlagzeilen. Beispielsweise wurde im Oktober 2017 durch einen findigen Entwickler die Möglichkeit publik, allein über die Telefonnummer in WhatsApp den Onlinestatus jeden Nutzers kontrollieren zu können. Folgerichtig könnte man daraus entsprechende Protokolldaten erstellen, und auch das Kommunikationsverhalten verschiedener Parteien protokollieren. Die Ende-zu-Ende Verschlüsselung von WhatsApp steht ebenfalls immer wieder hinsichtlich ihrer Absolutheit infrage. Es gibt Gerüchte über "Backdoors", mit denen verschlüsselte Nachrichten weiterhin lesbar sein sollen.

WhatsApp und Datenschutz - gibt es Alternativen zu WhatsApp?

Kenner der Messengerszene verweisen zum Beispiel gern auf den Schweizer Messengerdienst Threema, wenn es um sichere Alternativen zu WhatsApp geht. Auch Signal und Wire sollen datenschutzrechtlich und funktional attraktive Möglichkeiten im Messengerbereich bieten. Bei allen Alternativen ist die Ende-zu-Ende Verschlüsselung selbstverständlich und wird als absolut sicher beschrieben. In der Regel befinden sich bei den Messenger Alternativen die Server in Europa oder in der Schweiz. Abhörsichere Telefonate sollen möglich sein und auch die Versendung von entsprechenden Mediendateien. Auffällig ist auch, dass hinter keinem der alternativen Messenger ein Datensammlungsgigant wie Facebook steckt.

Es müsste nicht immer WhatsApp sein - muss es aber doch!

Es stehen attraktive Alternativen im Messengerbereich zur Verfügung. Wer beim Thema WhatsApp und Datenschutz ernsthafte Probleme sieht, könnte auf andere Messenger ausweichen. Die Betonung liegt auf "könnte". Messenger leben davon, dass das gesamte eigene soziale und gesellschaftliche Umfeld an dem Messengerdienst teilnimmt. WhatsApp war der erste Messenger, der mit äußerst attraktiven Funktionen und einer sehr leichten Bedienbarkeit aufwarten konnte. Folglich konnte sich dieser Nachrichtendienst durchsetzen. Für viele Nutzer der Plattform steht die datenschutzrechtliche Komponente dabei etwas hinten an. Die Attraktivität und Praktikabilität einer Kommunikation über WhatsApp schiebt sich einfach in den Vordergrund. Insoweit ist der einzelne Nutzer an WhatsApp gebunden, wenn sein gesamtes Umfeld dort unterwegs ist. Schließlich nützt die beste Messenger Alternative nichts, wenn sich dort die gewünschten Gesprächspartner nicht aufhalten. Solange andere Messengerdienste nicht mit völlig neuen Funktionen und Attraktionen aufwarten können, die Nutzer global in ihren Bann ziehen oder WhatsApp einen Datenschutzskandal im großen Stil produziert, kommt man an dem Facebook Satelliten im großen Kontext nicht vorbei. Das gilt jedenfalls dann, wenn man kommunikationsmäßig dazugehören will. Relativ geschlossene Kommunikationskreise, zum Beispiel auf unternehmerischer Ebene, sollten sich durchaus für entsprechende Alternativen wie Threema erwärmen können.