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Datenschutzbeauftragter

Was ist ein Datenschutzbeauftragter, und welche Pflichten und Rechte hat er? Informieren Sie sich jetzt.

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Externer Datenschutzbeauftragter

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Ein Datenschutzbeauftragter (DSB) kann auf unterschiedlichen Ebenen wirken. Somit haben Landesdatenschutzbeauftragter, Bundesdatenschutzbeauftragter und ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter verschiedene Kontroll- und Beratungsfunktionen im Bereich Datenschutz. Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den unterschiedlichen Arten eines DSB.  

Die drei wichtigsten Fakten zum Datenschutzbeauftragten

  1. Überwachung
    Ein Datenschutzbeauftragter überwacht primär die gesetzlichen Anforderungen an den Datenschutz.

  2. Bestellung
    Unternehmen müssen einen Datenschutzbeauftragten bestellen, sobald mindestens zehn Personen mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind.

  3. Beratung
    Ein Datenschutzbeauftragter ist der Geschäftsleitung direkt unterstellt. Er kontrolliert Datenschutzmaßnahmen, leistet Datenschutz-Folgeabschätzungen und berät sowohl Behörden als auch Unternehmen.

Arten von Datenschutzbeauftragten

Ein Datenschutzbeauftragter im Unternehmen (DSB) nimmt im Rahmen der EU-DSGVO eine wichtige und verantwortungsvolle Funktion ein. An der Schnittstelle zwischen Unternehmen, Datenschutzbehörden und Betroffenen tätig, verfügt er in den Betrieben über die notwendige datenschutzrechtliche Expertise, um die Umsetzung datenschutzrechtlicher Vorgaben zu gestalten, zu kontrollieren und zu kommunizieren. Der DSB bringt Fachkunde und Zuverlässigkeit für seine Tätigkeit mit. Die Aufgaben von Datenschutzbeauftragten in Unternehmen sind vielfältiger Art. Unter anderem verpflichtet die EU-DSGVO Unternehmen in Verbindung mit § 38 BDSG-neu zur Bestellung eines DSB bei einer Unternehmensgröße von mindestens 10 Personen, die ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind.

In Unternehmen kann sowohl ein betrieblicher als auch externer DSB bestellt werden: Während ein interner DSB ein regulärer Angestellter des Unternehmens ist, wird ein externer Datenschutzbeauftragter im Rahmen eines Dienstleistungsverhältnisses beauftragt.

Ihr Datenschutzbeauftragter im Unternehmen – welche Kosten entstehen?
 

Gleich, ob ein Datenschutzbeauftragter nach Unternehmensgröße oder aufgrund der Verarbeitung ganz spezieller Daten bestellt werden muss – es entstehen dem Unternehmen Kosten für seine Benennung. Diese können stark variieren, abhängig davon, ob bei der Benennung des Datenschutzbeauftragten das Unternehmen seine Pflicht mit einem externen oder internen DSB erfüllt. Externe DSBs werden vielfach im Rahmen pauschalisierter monatlicher Beiträge tätig. So erhalten Sie schon ab einem Betrag von 150 Euro im Monat eine umfassende Datenschutz Beratung. Dagegen entstehen für interne DSBs laufend Kosten für die Aus- und Fortbildung sowie Fachliteratur, die sich jährlich auf mehrere tausend Euro belaufen können.

Landes- und Bundesdatenschutzbeauftragte
 

Neben dem DSB im Unternehmen gibt es einen Bundesdatenschutzbeauftragten sowie sechzehn Landesdatenschutzbeauftragte – also für jedes Bundesland einen. Wodurch sich diese auszeichnen und welche Zuständigkeiten und Aufgaben diese haben, erfahren Sie auf der jeweiligen Seite. Ebenso finden Sie weitere, detaillierte Informationen zum Datenschutzbeauftragten im Unternehmen – zum Beispiel zu seinem Aufgabenspektrum, anfallenden Kosten, Regelungen zur Haftung und vielem mehr.


Video zum Datenschutzbeauftragten

Spätestens seit Inkrafttreten der DSGVO fragen sich immer mehr Unternehmen, was eigentlich ein Datenschutzbeauftragter ist. Was man darunter versteht und ab wann es für einen Betrieb relevant ist, diese Position zu besetzen, erklärt Ihnen unsere Datenschutzexpertin im Video.

Allgemein gesagt ist ein Datenschutzbeauftragter ein Experte für den Datenschutz. Er hat die Aufgabe, in einem Unternehmen die Umsetzung der  Vorgaben der DSGVO sicherzustellen und  Datenschutzverletzungen zu verhindern. Zudem gilt er in Sachen Datenschutz als Vermittler zwischen Unternehmen, Betroffenen und Aufsichtsbehörden.

Der Datenschutzbeauftragte fungiert als ständiger Ansprechpartner bei allen datenschutzrechtlichen Fragen. Er passt nicht nur auf, dass die Datenschutzgesetze im Unternehmen eingehalten werden, sondern ihm kommt auch eine Überwachungspflicht zu. Das bedeutet, dass er die Datenverarbeitungsprozesse im Unternehmen regelmäßig überprüfen muss. Er berichtet direkt an die Geschäftsführung. Zudem hat er die Aufgabe, die Mitarbeiter in Hinblick auf den Umgang mit sensiblen Personendaten zu schulen.

Darüber hinaus arbeitet der Datenschutzbeauftragte mit den Aufsichtsbehörden zusammen. Er ist die direkte Kontaktperson und gilt als Vermittler zwischen Unternehmen und Behörden, falls es zu einer Datenpanne kommen sollte.

In Art. 37 DSGVO in Verbindung mit § 38 BDSG ist geregelt, dass ein Datenschutzbeauftragter in einem Unternehmen dann bestellt werden muss, wenn mindestens zehn Personen ständig mit der automatisierten Datenverarbeitung von personenbezogenen Daten beschäftigt sind. Das betrifft beispielsweise Datenverarbeitungen mit Einsatz von EDV wie Outlook oder Excel. Teilzeitkräfte, Aushilfen oder Praktikanten werden dabei voll berücksichtigt. Zudem besteht die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten in manchen Fällen unabhängig von der Anzahl der Mitarbeiter: zum einen etwa dann, wenn Verarbeitungen vorgenommen werden, die einer Datenschutz-Folgeabschätzung nach Art. 35 DS-GVO unterliegen. Und zum anderen, wenn personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung, der anonymisierten Übermittlung oder für Zwecke der Markt- oder Meinungsforschung verarbeitet werden.

Der Datenschutzbeauftragte übernimmt sowohl für Betroffene als auch für das Unternehmen eine wichtige Funktion: Betroffene können sich sicher sein, dass ihre Daten in einem Unternehmen umfassend geschützt werden. Unternehmen können sich darauf verlassen, dass keine Datenschutzgesetze verletzt werden und die Gefahr des Datenmissbrauchs stark minimiert wird. So ist auch die Gefahr einer Abmahnung geringer.


Weitere Infos zum Datenschutzbeauftragten

Kompromiss Geschäftsleute

Benennung Datenschutzbeauftragter

Datenschutz ist ein hohes Gut und basiert auf gesetzlichen Grundlagen, die verpflichtend sind. Seit dem 25. Mai 2018 erfahren sie mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) eine weitere Vertiefung. Die Beachtung der strengen Datenschutzverordnung ist dabei grundsätzlich für alle beruflichen Branchen verbindlich, die mit personenbezogenen Daten arbeiten.

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Gestapelte Münzen auf Schreibtisch

Kosten Datenschutzbeauftragter

Sobald ein Datenschutzbeauftragter benannt werden muss, entstehen dem Unternehmen Kosten. Diese können stark variieren, abhängig davon, ob das Unternehmen seine Pflicht mit einem externen oder internen DSB erfüllt.

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Dokumente und Laptop auf Schreibtisch

Aufgaben Datenschutzbeauftragter

Die Aufgabe eines Datenschutzbeauftragten besteht seit 2018 in der Einhaltung der Datenschutzgesetze nach DSGVO und BDSG-neu. Relevant sind drei Bereiche: interne Pflichten im Unternehmen, Vermittlung zwischen Unternehmen und Aufsichtsbehörden und Anlaufstelle und erste Kontaktperson für betroffene Personen.

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Interner vs. externer Datenschutzbeauftragter

Während der externe DSB ein sachkundiger, selbstständig tätiger Datenschutzexperte ist, bleibt der interne DSB weiterhin Angestellter des Unternehmens. Weitere Unterschiede zeigt der direkte Vergleich.

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Arbeitsplatz

Der interne Datenschutzbeauftragte

Einen internen Datenschutzbeauftragten aus der Mitte der Belegschaft lassen Sie in der Regel selbst datenschutzrechtlich ausbilden, sodass er als Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen Schritt für Schritt die datenschutzrechtlichen Kompetenzen erwirbt.

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Kollegen am Schreibtisch

Haftung des Datenschutzbeauftragten

Bei der Haftung von Datenschutzexperten gibt es große Unterschiede – abhängig davon, ob es sich um einen internen oder externen DSB handelt. Beim internen DSB ist dabei vor allem der Grad der Fahrlässigkeit relevant.

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Anwalt und Gesetzesbücher

Bundesdatenschutz-beauftragter

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) ist die unabhängige, eigenständige oberste Bundesbehörde für den Datenschutz und damit die primäre Anlaufstelle bei Datenschutzanfragen und Datenschutzbeschwerden auf Bundesebene.

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Paragraph

Landesdatenschutz-beauftragter

Ein Landesbeauftragter für den Datenschutz ist der DSB eines Bundeslandes. Jedes Bundesland hat demnach seinen eigenen Landesdatenschutzbeauftragten und repräsentiert als natürliche Person die jeweilige Aufsichtsbehörde für Datenschutz.

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Geschäftsmann unterzeichnet Dokument

Pflichten Datenschutzbeauftragter

Viele Unternehmen sind bei der Frage „Muss ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden?“ unsicher. Manche gehen recht nachlässig mit der Thematik um und nehmen die Verpflichtung nicht ernst. Die seit dem 25. Mai 2018 verbindliche EU-Datenschutzgrundverordnung weitet nicht nur den Verantwortungsbereich des Datenschutzbeauftragten aus,...

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Mann mit Laptop und Dokument

Vertrag Datenschutzbeauftragter

Mit der EU-Datenschutzgrundverordnung und dem neuen Bundesdatenschutzgesetz kommt der Rolle des Datenschutzbeauftragten seit dem 25. Mai 2018 eine noch größere Bedeutung zu als bisher. Nach wie vor hat das Unternehmen die Wahl, einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten zu ernennen.

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Geschäftsmann erstellt Notizen

Betrieblicher Datenschutzbeauftragter

Ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter ist in einem Unternehmen zuständig für den Datenschutz. Seit Inkrafttreten der DSGVO ist er für deutlich mehr Betriebe Pflicht als vorher. Dabei kann es sich sowohl um einen internen als auch externen Datenschutzbeauftragten handeln.

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