Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Telefon:

+49 89 / 250 039 220

Öffnungszeiten:

Mo. - Fr.: 09:00 - 18:00 Uhr

Geschäftsmänner am Laptop

Wie lange darf ein Unternehmen Daten speichern?

Eine Frage, die im Zusammenhang mit Datenspeicherung häufig auftritt, ist der scheinbare Widerspruch zwischen gesetzlich zulässiger Speicherdauer und der individuellen Forderung eines Betroffenen nach Löschung der Daten. Grundsätzlich aber sind die Unternehmen befugt, Daten so lange zu speichern, wie es zur Erfüllung der Aufgaben der verantwortlichen Stelle erforderlich ist.

Eine Frage, die im Zusammenhang mit Datenspeicherung häufig auftritt, ist der Widerspruch zwischen gesetzlich zulässiger Speicherdauer und der Forderung eines Betroffenen nach Löschung der Daten. Ein solcher Anspruch kann unter bestimmten Voraussetzungen tatsächlich bereits vor Ablauf der zulässigen Speicherdauer entstehen. Grundsätzlich aber sind Unternehmen befugt, Daten so lange zu speichern, wie es zur Erfüllung der Aufgaben der verantwortlichen Stelle erforderlich ist. Bezugspunkt für die Beurteilung der Erforderlichkeit ist im konkreten Fall der jeweils festgelegte Verwendungszweck. Die Speicherung der Daten muss also notwendig sein, um die jeweilige Aufgabe vollständig, rechtmäßig oder in angemessener Zeit erfüllen zu können.

Was fällt alles unter "Datenspeicherung"?

Speicherung bedeutet in diesem Zusammenhang das Erfassen, Aufnehmen und Aufbewahren von personenbezogenen Daten auf einem Datenträger zum Zweck der weiteren Verarbeitung. Kennzeichnend ist also vor allem die spätere Verfügbarkeit der Daten.

Zudem muss die speichernde Stelle für die Aufgabe tatsächlich zuständig sein. Für die Zuständigkeit kommt es dabei nicht auf die unternehmensinterne Geschäftsverteilung an, sondern darauf, ob ein Gesetz die betreffende Stelle zur Speicherung ermächtigt.

Datenspeicherung im Unternehmen am Beispiel von Bewerberdaten 

Am Beispiel des Bewerbungsprozesses in einem Unternehmen lassen sich diese gesetzlichen Anforderungen und scheinbaren Widersprüche sehr gut veranschaulichen: Das Bundesdatenschutzgesetz ermächtigt Unternehmen, personenbezogene Daten eines Beschäftigten zu erheben, zu verarbeiten und zu nutzen. Die Datenerhebung ist bereits zulässig, wenn dadurch die Entscheidung über ein Beschäftigungsverhältnis ermöglicht wird. Somit ist die Datenspeicherung zum Zweck der Bearbeitung der Bewerbung rechtmäßig und erforderlich. Wird ein Bewerber dagegen im Laufe des Verfahrens abgelehnt, so entfällt die Erforderlichkeit. Allerdings gewährt die Rechtsprechung dem Unternehmen einen Zeitraum von sechs Monaten nach Ablehnung des Bewerbers, um sicherzugehen, dass keine Rechtsstreitigkeiten entstehen. Bereits vor Ablauf dieser Zeit kann der Bewerber jedoch die Löschung seiner Daten verlangen.

Mehr Informationen zum Thema Datenschutz und Bewerberdaten finden Sie auf unserem Datenschutz Blog.